Ich bin jetzt mit allen drei Büchern durch und stehe da mit sehr gemischten Gefühlen, eher verstört als direkt traurig. Die Geschichte, die ganze Thematik der Romane - insbesondere der Schluss - haben mich schon recht mitgenommen. Das klingt grad vielleicht überdramatisiert, aber so ist es irgendwie.
Ich finde man sieht daran, dass die Autorin sehr gute Arbeit geleistet hat, denn schließlich scheint sie nicht geplant zu haben, dass man voller Optimismus aus der Geschichte rausgeht.
Ich muss zugeben, dass ich Katniss' Gedanken und Blick auf die Geschehnisse beinahe bis zum Ende der Trilogie oft zu naiv fand. Mir kam es so vor, als wäre sie manchmal nicht die Hellste. Dann aber kam mir die Idee, dass die Autorin wohl versuchen wollte die Gedankenwelt einer 17-Jährigen realistisch darzustellen. Das ist ihr schon gut gelungen, aber manchmal hat sie - in meinen Augen, muss ja nicht jeder so sehen - etwas übertrieben.
Was mich am letzten Buch etwas gestört hat, ist, dass auf den letzten 30 oder 20 Seiten so gehetzt wurde. Mir kam es vor, als wollte Suzanne Collins zum Ende kommen und hat alles ein wenig gerafft. Es passierte recht wenig mit Katniss' und dann plötzlich gab es so einen "und Monate später"-Sprung. Das fand ich etwas unelegant, wenn man überlegt, wie gut die Geschichte bis dahin war und wie ausgebaut.
Und auf diesen letzten Seiten wurde dann halt alles so gequetscht - Peeta ist "einfach" wieder da, Haymitch die ganze Zeit nebenan, Gale rennt auch irgendwo rum und Katniss' sitzt da und....macht nichts. Also hm, die die Bücher gelesen haben, wissen vielleicht was ich meine.
Das Ende kam für mich halt so überraschend. So BÄMS! aus. Vielleicht habe ich auch deswegen so ein leicht verstörendes dumpfes Gefühl. Was nicht automatisch schlecht sein soll - ich denke nur über alles nochmal nach.
Mein Fazit ist, dass die Bücher echt gut sind und hmmm...mein Lieblingsteil ist der erste Band, würde ich sagen. Der war für mich am intensivsten.